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'SEESEE' Glattpark, Opfikon-Zürich


Der zu schaffende Park liegt mitten im nördlichen Teil des Grossraums Zürich. Er besetzt die von der Siedlungsstruktur nicht beanspruchte Restfläche.
Zu erfüllende Programmpunkte des Wettbewerbes waren:
Ein See mit 20’000m2 und teilweise vorbestimmter Seekannte gegenüber der neu entstehenden Bebauung, Integration der Gartenausstellung Terra 2006, derTeilumbau des Klärwerkes, ein Lärmschutzhügel zur Autobahn und zwei Brücken.

See und Insel


Park
Der Park wird als weite, mit Inseln durchsetzte Seenlandschaft inszeniert. Das Seensystem eröffnet neue Möglichkeiten der Identifikation und erinnert gleichzeitig an das ehemalige Riet. Zwei Seen - ein offener Badesee und ein stiller Waldsee - bilden zusammen eine Figur und erstrecken sich über das gesamte zur Verfügung stehende Gebiet. Durch ihre Unterschiedlich-keit bieten die Seen Orte vielfältiger Betätigungen und Lebensräume. Der See schafft übers ganze Jahr eine Plattform und neue Grenzbereiche, wo die Glattal-stadt zu leben kommt. Promenieren, Baden, Sport betreiben, Feste feiern und sich Weiterbilden sind Beispiele sozialer Aktivitäten, die den Park zu einem Anziehungspunkt in der heterogenen und reichhaltigen Stadtlandschaft an der Glatt entstehen lässt.


Die drei Inseln setzen sich aus unterschiedlich stilisierten Vegetationsstrukturen zusammen: 'Rasen', 'Wald', 'Röhricht' und bilden gemeinsam mit dem 'Wasser' die Mischung einer reichhaltigen Landschaftsszenerie. Sie strukturieren die beiden Seen und lassen sie grösser erscheinen als sie in Wirklichkeit sind. Im Sommer wird im nördlichen See bei der gossen Liege- und Spielwiese gebadet, dagegen bleibt der südliche Waldsee auch im Sommer ein stilles Wasser.
Lage und Form der Inseln haben mit ihrer jeweiligen Funktion zu tun: bestehender geschützter Waldbestand auf der Waldinsel, der zur Beschattung beiträgt und eine zu starke Erwärmung des ökologischen Seeteils verhindert; die Schilfinsel, die als Rückhaltebecken und Filter dient (Phosphatabbau); Liegewiese als bombierte Ebene mit zwei Teilbereichen.

Waldsee

Grundriss Park


Glatt und Terra 2006
Der Vorschlag für das Ausstellungsgelände der 'Terra 2006' orientiert sich am Glattlauf und zieht sich mit punktuellen Ausweitungen von Glattbrugg über das Oberhauserriet bis zum Ufer des Greifensees und Uster. Der Glattpark ist dabei als infrastrukturelles Aktivitätszentrum ein wichtiges Glied im Ausstellungsperimeter.
Die 'Terra 2006' thematisiert die Glattlandschaft als Abbild der natur- und kulturgeschichtlichen Entwicklung der Region in Zürichs Norden. Die Glatt ist dabei Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit dem Boden und dessen Bearbeitung im Verlaufe der Zeit. Als Zeugen dieser Geschichte übernehmen skulpturale Erdhügel im Uferbereich der Glatt gleichsam die Funktion als Logo der Ausstellung.


Gebläsehalle
Die ehemalige Gebläsehalle wird für soziale Aktivitäten umgenutzt. Sie dient den umliegenden bestehenden und neu entstehenden Quartieren als Treffpunkt. Die klare Rahmenstruktur des bestehenden Gebäudes wird zum Träger einer neuen, leichten Elementfassade, welche die nötigen wärmetechnischen Anforderungen löst. Letztere wickelt sich frei um das bestehende Gerüst und generiert einen vielfältigen Innenraum.


Credits
Brücke